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The Evolution of Lost Shadowlands
- eine essenz entwickelt sich - die zeitgestalter -
Mit der Zeit hatte sich die Welt rasant weiterentwickelt. Die vier Hüter-Paare schafften es ohne Hilfe nicht mehr ihrer Aufgabe rechtzeitig nachzukommen. Also gab Va’ohn ihnen den Auftrag einen Teil seiner Essenz zu einer eigenen Gestalt zu formen um diese dann auf die Welt herab zusenden. Aus der Essenz der Abenddämmerung wurde der Zeitgestalter Aetor (Aetas - Zeit, Formator - Gestalter). In ihm waren Abschluss, Erinnerung und Zeitfluss vereint. Er entsprang den Eltern der Gnorge und zählte somit als Verwandter dieses Volkes. Doch obwohl er sich nur durch seine starke Magie von ihnen unterschied, war ihm das Wesen dieses Volkes nicht bekannt. Sie hatten sich über Jahrhunderte hinweg weiterentwickelt, er jedoch erblickte gerade erst das Licht der Welt.

Er sollte Entwicklungen beenden, die sich in eine gefährliche Richtung bewegten. Wann immer sich eine Kraft, ein Konflikt oder ein Einfluss drohte aufzuschaukeln, musste er den notwendigen Abschluss herbeiführte, damit daraus kein Ungleichgewicht entstehen konnte. Doch Zeit ist kein linearer Strom, sondern ein Geflecht aus Erinnerungen, Entscheidungen und Folgen. Er konnte den Fluss der Zeit zwar spüren, aber nicht verstehen, warum Sterbliche an Vergangenem festhielten oder Entwicklungen nicht losließen, obwohl sie ihnen schadeten. Also begab er sich in das unterirdische Höhlensystem, das den Gnorgen als Heimstätte diente. Er wollte erforschen, wie Erinnerungen wirkten, Entscheidungen entstehen und warum manche Prozesse nicht endeten, obwohl sie es sollten. Und wie schon Aurotia und Phosissa hielt auch er seine wahre Herkunft geheim. Er passte sich ihren Gewohnheiten an, und wurde ein Mitglied ihrer Gemeinschaft, auch wenn er sie nach wie vor nicht verstand.

Eines Tages bemerkte er, eine Gnorge, die an einem Mechanismus arbeitete, der seit Langem nicht funktionierte. Sie begann jeden Morgen von vorn, jeder gefundene Fehler wurde von ihr dokumentiert, jede Abweichung notierte, und somit jede Erinnerung an frühere Versuche sorgfältig bewahrt. Ihr war sein ständiges Beobachten nicht entgangen, und so kam es, dass sie ihn darauf ansprach. Im Laufe des Gesprächs und der darauffolgenden Zeit öffnete sie ihm die Augen für das Wesen ihres Volkes. Sie zeigte ihm, dass die Gnorge nichts leichtfertig wegwarfen, weil in jedem Werk die Erinnerung an den Erschaffer und die investierte Lebenszeit steckte. Aetor verstand zum ersten Mal, dass ein andauernder Zustand oder ein langes Verweilen in einer scheinbaren Sackgasse kein fehlerhafter Stillstand war, der das Gleichgewicht der Welt bedrohte. Es war oft ein notwendiger, schöpferischer Prozess, um aus dem Alten etwas völlig Neues zu formen. Und er erkannte auch, dass er die Aufgabe, die ihm übertragen worden war, ganz falsch angegangen war. Denn nur weil etwas nicht endete, obwohl es das sollte, sorgte das nicht automatisch für ein Ungleichgewicht der Welt.

Da ihm bewusst wurde, dass er allein die richtige Balance zwischen Festhalten und Loslassen nicht bestimmen konnte, musst er eine Entscheidung treffen. Er entschied sich für eine eher unkonventionelle Vorgehensweise: Er vertraute sich Hanira an, gestand ihr, wer er wirklich war und erklärte ihr, dass er ihre Hilfe benötigte, um die Logik hinter dem Verhalten der Sterblichen wirklich zu begreifen. Sie, die durch die genauen Aufzeichnungen ihres Volkes gelernt hatte, unbrauchbare Sackgassen von wertvollen Entwicklungsphasen zu unterscheiden, lehrte ihn zu unterscheiden, wann ein Prozess die Welt wirklich ins Verderben stürzte und wann er den Sterblichen einfach Zeit lassen musste, ihre eigenen Wege zu Ende zu gehen. Und während dieser Zeit, geschah etwas unvorhergesehenes. Die Nähe zu ihr, ihre unerschütterliche Geduld und die gemeinsamen Gespräche veränderten etwas in seinem Inneren. Aus der anfänglichen Beobachtung wurde Vertrautheit, die sich zu einer starken Freundschaft entwickelte und schließlich in eine tiefe Liebe überging. Und da auch sie so empfand, entschlossen sie sich für ein gemeinsames Leben.

Aus der Verbindung der beiden gingen die Zeitgestalter hervor. Aetors Nachkommen vereinten die Gabe, den richtigen Moment für einen Abschluss zu erkennen und auf die Zeit einzuwirken, mit dem technischen Geschick der Gnorge. Und auch wenn sie sich durch ihre Fähigkeiten von den anderen abhoben, wurde sie stets als ein Teil der Gnorge Gesellschaft angesehen.

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