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The Evolution of Lost Shadowlands
- eine essenz entwickelt sich - die dämmerwesen -
Da die Welt sich zu schnell entwickelte und die vier Hüter-Paare mit der Aufgabe das Gleichgewicht zu halten überfordert waren, entschied Va'ohn, dass jedes Paar einen Teil seiner selbst zu einer eigenen Gestalt formen sollte, um es auf die Welt zu senden. Aus der Essenz der Morgendämmerung wurde das Dämmerwesen Aurotia (Aurora - Morgenröte, Essentia - Wesen), in dem Erwachen, Veränderung und Neubeginn vereint waren. Da sie dem selben Hüter-Paar entsprungen war wie die Elwanry, zählten sie zu ihren Verwandten. Da diese jedoch schon seit Jahrhunderten auf der Welt verweilten, und sich weiter entwickelt hatten, während sie selber erst einige Augenblicke alt war, war ihr deren Wesen nicht vertraut, selbst wenn sie sich nur durch ihre Magie von ihnen unterschied.

Sie sollte erkennen, wann ein Zustand sich verändern musste, um das Gleichgewicht zwischen den Kräften der Welt zu erhalten. Zudem sollte sie auch ein Auge darauf haben, dass die Vielfalt des Lebens nicht zum Erliegen kam. Wenn Wandel, Wachstum oder Erneuerung zu schwach wurden, oder nötig waren, lag es an ihr, die Entwicklung wieder in Bewegung zu bringen. Doch dazu sah sie sich außerstande, wie sie sehr schnell bemerkte. Sie verstand die emotionalen Beweggründe der Sterblichen, wie die Angst vor dem Unbekannten oder das Festhalten an Traditionen, überhaupt nicht. Dass ein Zustand zum Stillstand kam, sah sie zwar, konnte aber die Ursachen dafür nicht nachvollziehen. War es ein bewusster Zustand, der benötigt wurde, oder würde er das Gleichgewicht gefährden?
Ohne dieses Verständnis hatte sie das Gefühl andauernd falsche Entscheidungen zu treffen. Um die Reaktionen der sterblichen Wesen auf Veränderungen besser verstehen und um nachvollziehen zu können, wann etwas zum Stillstand kam, was hätte nicht zum Erliegen kommen dürfen, beschloss sie das mit ihr verwandte Volk zu studieren. In einen kleinen Waldgebiet, fand sie schließlich die passende Gemeinschaft dafür. Schon bald hatte sie sich die Lebensweise und Gewohnheiten der anderen Bewohner zu eigen gemacht, und wurde ein Teil ihres Lebens, ohne dass jemand ihre wahre Herkunft kannte. Doch trotz ihrer Anpassung blieb in ihrem Inneren eine spürbare Distanz. Sie glich einer Beobachterin, die das Leben zwar imitierte, aber dessen emotionale Tiefe nicht leben konnte.

Aurotia bemerkte die Veränderung erst, als sie schon längst begonnen hatte. Unter den Bewohnern begegnete sie immer wieder demselben Elwanry-Mann. Anfangs war er nur jemand, dem sie häufiger begegnete, ohne dass sie dem Bedeutung beimaß. Doch mit der Zeit stellte sie fest, dass sie unbewusst immer wieder seine Nähe suchte. Gespräche, die zufällig entstanden waren, wurden zu einem festen Bestandteil ihres Tages. Sie wunderte sich darüber, denn sie hatte nie beschlossen, ihm zu einen Teil ihres Lebens zu machen. Es war einfach geschehen.
Die Tragweite dieser Veränderung wurde ihr erst wirklich bewusst, als sie eines Morgens bemerkte, dass ihr erster Gedanke nicht mehr der Balance der Welt galt, sondern der Frage, wie es ihm geht und was er gerade so macht. Sie erkannte, dass sich etwas in ihr verschoben hatte: Er war wichtig geworden. Nicht, weil es ihre Aufgabe verlangte, sondern weil sie es wollte. Und diese Erkenntnis war für sie der Beginn von etwas, das sie nicht benennen konnte, aber nicht mehr missen wollte. Das es sich dabei im Liebe handelte wurde ihr erst bewusst, als Demarijel ihr seine Gefühle offenbarte und sie bat die seinige zu werden.

So entstanden die ersten Dämmerwesen. Aurotias Essenzmerkmale verbanden sich mit der Natur des Elwanry, ihre Kinder trugen die Farben der Morgendämmerung in sich, ebenso wie die Fähigkeit, Veränderungen intuitiv zu erfassen und gegebenenfalls zu beeinflussen. Und mit jeder neuen Verbindung zwischen Dämmerwesen und Elwanry wurden Aurotias Fähigkeiten weitervererbt. Für die Elwanry galten sie nicht als neue Spezies, sondern als Angehörige ihres Volkes mit ungewöhnlichen Eigenschaften. Erst über Generationen hinweg entwickelte sich daraus eine eigene Identität, die später als Dämmerwesen bezeichnet wurde.

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