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The Evolution of Lost Shadowlands
- alles fügt sich zusammen - eine gesellschaft entsteht -
Der Ursprung
Foto & Postwork: Gemini & Morgan MacAilis

Nachdem sich die Grundstruktur der Welt gebildet hatte und die ersten Wesen ein eigenes Bewusstsein entwickelten, nahm die Evolution ihren Lauf. Was ursprünglich nur durch die Gefühle und Gedanken Va’ohns entstanden war, folgte nun einem eher evolutionsbiologischen Instinkt.
Va’ohns Geschöpfe erwachen zum Leben - Materielle Evolution

Die Tage zogen ins Land. Die Narasiyes und Maraszies genossen die gemeinsame Zeit zwar, waren jedoch am liebsten unter sich, denn so unterschiedlich Tag und Nacht waren, so unterschieden auch sie sich voneinander. Sie folgten ihren eigenen Rhythmen, gebunden an Dunkelheit und Licht. Und doch regte sich mit der Zeit etwas. Va’ohn konnte es nicht benennen, es war nicht sichtbar, nicht greifbar.... nur der Hauch eines Gefühls, wie ein leichtes Flattern tief in seinem Innern. Mit jedem Zusammenkommen der beiden Gruppen wurde es stärker, breitete sich aus.
Doch dann, mit einem Mal, wusste Va’ohn was geschah: Seine Geschöpfe entwickelten sich unabhängig von ihm weiter, sie waren jetzt in der Lage, aus eigener Kraft Gedanken zu formen. Sie fühlten nicht mehr nur, sie begannen zu denken.

Und mit jedem neuen Gedanken nahm auch die Zahl ihrer Gefühle zu. Sie passten sich weiteren Zeiten an. Nicht nur der Tag und die Nacht spielten eine Rolle, sondern auch die Übergänge nahmen an Bedeutung zu. So bildeten sich schließlich unterschiedlich denkende Gruppen: Die des Lichts, die aus zwei Maraszies bestand, und die der Dunkelheit, bestehend aus zwei Narasiyes. Die verbleibenden vier Wesen bildeten die Einheit der Morgen- und die der Abenddämmerung, jeweils geformt aus einem Mitglied des Tages und der Nacht.
Die Verbindung ihrer Gefühle und Gedanken formten sich zu Fragen, mit dem Ziel, ihr eigenes Wesen besser zu verstehen. Und aus diesen Fragen heraus erwachte ein neues Verlangen. Die Wesen wollten nicht mehr nur nebeneinander existieren, sie wollten eins werden. Va’ohn hatte sie einst als neutrale Wesen erschaffen. Doch dieses neue Verlangen veränderte ihre Gestalt, und so entstanden die ersten männlichen und weiblichen Züge.

In der Morgendämmerung berührten sich die beiden Wesen der Übergangszeit, und die ersten Kinder der Elwanry (Elfen), "Die Farbenprächtigen", erblickten das Licht. Als die Sonne am höchsten stand, erschufen die beiden Wesen des Lichts die Menasies (Menschen), "Das bleibende Licht". In der Abenddämmerung, als die Schatten länger wurden, brachte die Verbindung des anderen Paares der Übergangszeit die Gnorge (Gnome), "Die aus der Finsternis Zuschlagenden", hervor. Und aus den beiden Wesen der Dunkelheit entstanden die ersten Varigen (Vampire), "Die Wandlungsfähigen".
So teilten sie sich die Zeit, die Va’ohn einst erschaffen hatte, doch sie taten es nach eigenen Regeln.

Die acht Ur-Geschöpfe wurden zu Vätern und Müttern, die Welt füllte sich mit neuem Leben. Mit den ersten Kindern der Maraszies und Narasiyes zog die Vielfalt in die Welt, die nicht Va’ohn entsprungen war, und jede Art trug das Erbe ihrer eigenen Geburtsstunde in sich. Die Ära der Völker hatte begonnen....

Obwohl Va’ohn davon begeistert war, so bereitete ihm diese Entwicklung gleichzeitig auch Unbehagen. Hingerissen zwischen seiner Faszination und der aufkeimenden Furcht vor dem damit verbundenen Kontrollverlust, zerriss ein Teil seines Herzens. Seine Gefühle, die einst die Welt geformt hatten, spalteten sich in einen tiefen Konflikt zwischen Stolz und Angst. Ohne dass er es wollte, löste sich dadurch ein Splitter seines eigenen Ur-Bewusstseins ab. Er stürzte nicht in das Licht des Tages und auch nicht in die Dunkelheit der Nacht, sondern in den Riss, den seine gespaltenen Gefühle im Dasein hinterlassen hatten. Und aus genau diesem traten die Daimoirien hervor.

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