Guardians of the Crossing
written in the book of othersTief in den verborgenen Reich des Waldes, wo nur das sanfte Flüstern des Windes die uralte Stille durchbricht, existiert ein Wesen, das weder ganz Elfe noch ganz Geist ist. Sie ist die Wächterin eines Reiches, das den Sterblichen verborgen ist, eine Bewahrerin des Gleichgewichts zwischen Sein und Nichtsein. Ihre Flügel glühen in warmen Orangetönen, als wären sie ein Echo des Sonnenlichts, das durch das dichte Blätterdach fällt. Doch ihr Leuchten ist nicht bloßes Licht, sondern eine Kraft, die die Dunkelheit verdrängt.
Still beobachtet sie die Pfade, die sich durch das dichte Grün schlängeln, ihre scharfen Augen durchdringen die Nebelschleier, die über dem Waldboden schweben. Sie weiß, dass eines Tages ein Sterblicher diesen verborgenen Weg betreten wird, jemand, der noch an die uralte Magie glaubt. Vielleicht wird es ein Kind mit offenen Augen und einer neugierigen Seele sein oder ein Wanderer, dessen Herz das Geheimnisvolle sucht. Wenn dieser Moment kommt, wird kein Wort ihre Lippen verlassen. Nur ihre Flügel werden sanft anfangen zu leuchten, so dass sich der Nebel vor diesem besonderen Besucher lichten wird, damit er den uralten Pfad sehen kann, den nur diejenigen beschreiten können, deren Herzen diese Welt verlassen müssen. Und für einen winzig kleinen Augenblick wird die Grenze zwischen Mensch und Geist verschwimmen, und die Seele dieses Reisenden wird von einer unbewussten, aber stets an der Oberflächliche kratzenden Angst befreit.

