Feine kleine Reime....

Gedankengänge | Gedichte & Texte | Sprüche & Weisheiten

Ein Monat "Schreibwut"....

Neuer Blick

Wir haben einen Punkt erreicht,
der dem Ende gleicht.
Nun liegt es allein in unserer Hand neue Wege zu gehen,
neue Hoffnung zu sähen.
Wir müssen unseren Blick neu ausrichten,
unseren Hass und unsere Wut schlichten,
einander die Hände reichen,
setzen neue Zeichen.
Unsere Gefühle niederlegen,
aufeinander zu streben.
Gemeinsam etwas Neues aufbauen,
nicht auf Vergangenes schauen.
Es gibt viele Hürden zu überwinden,
und es wird bestimmt auch oft die Hoffnung schwinden,
doch wenn wir jetzt so weiter leben,
wird es kein Morgen mehr geben.
Wir werden unaufhaltsam den Abgrund entgegenrennen,
und unser Hass alles niedenbrennen.

© Morgan MacAilis November 2015
NEU

Ein Traum neu geboren
Sehnsucht wieder erwacht
vom Sternenlicht auserkoren
Gefühl in tiefster Nacht

Hände die berühren
Nähe spüren
Halt geben
Herzen zueinander streben

Im Meer ungeweinter Tränen treiben
ohne Worte verstehen
innere Schmerzen sehen
Körper aneinander reiben

Alles ausfüllendes Schweigen
lächelnder Blick
Wege zeigen
es gibt kein Zurück

Von Seifenblasen umgeben
Träume schweben
Herzschlag spüren
Gefühle berühren

Magischer Traum
von Neuem geboren
nie mehr verloren
für Ängste keinen Raum

© Morgan MacAilis November 2015
Schmerz

Kälte breitet sich aus, das Denken fällt schwer.
Blutendes Herz, es fühlt sich so leer.
Kann nichts empfinden, nichts mehr geben,
verspürt nur noch einen Hauch von Restleben.
Hoffnung war nur ein böser Scherz,
der trügerisch umspannte das Herz.
Ein schöngesponnener Traum, nicht real,
der überdeckt die innere Einsamkeit, die innere Qual.
Keine Chance dem Schicksal zu entkommen,
die Luft zum Leben genommen.
Nun muss man sich öffnen, sich selber sehen,
bereit sein den Weg zu gehen.
Aus der Dunkelheit heraus, Stück für Stück,
ins Leben zurück.
Man muss erkennen und begreifen,
dieser Weg war nötig um zu reifen,
um sich zu verlieren und wieder zu finden,
um sich gestärkt aus der Asche seiner Überreste zu winden.
Man muss sich vor Augen führen,
Schmerz kann Hoffnung berühren,
neue Kraft schenken,
erweitern das Denken,
wenn man sich nicht in ihm vergräbt,
sondern mit ihm weiterlebt.
Ihn akzeptiert, sich nicht von ihm überrollen lässt,
dann gibt er dir Stärke, hält dich nicht in der Dunkelheit fest.

© Morgan MacAilis November 2015
Befreit

Sanfte Klänge hüllen mich ein
auf friedlichen Kissen meine Seele gebettet
tausende Kerzen verbreiten leuchtenden Schein
ich fühle mich geborgen, gerettet

Wohlende Schauer auf meiner Haut
zart und schwach vertraut
in meiner Erinnerung erwacht
ganz sacht

Erholung geschenkt
laute Geräusche verbannt
nichts störendes was ablenkt
haltende Hand

Tiefe Gefühle machen sich breit
verdrängen die Einsamkeit
langsam verblasst auch der letze Rest Schmerz
der lag so lange auf meinem Herz

© Morgan MacAilis November 2015
Ich will....

Ich will mich dir hingeben
mit Haut und Haar in dir vergehen
verbundene Leben
gemeinsames Sehen und verstehen

Ich will in dir Erfüllung finden
gemeinsam Schweigen
Herzen aneinander binden
Gefühle zeigen

Ich will mich an deiner Nähe betören
in der Unendlichkeit
zu dir gehören
Wann kommt die Zeit?

© Morgan MacAilis November 2015
Du

Du suchst Antworten, ich kann sie dir nicht geben,
denn du stellst mir keine Fragen.
Du suchst Heilung, ich kann dir keine geben,
denn du zeigst mir deine Wunden nicht.
Du suchst Nähe, ich kann sie dir nicht geben,
denn du gehst von mir fort.
Du suchst Wärme, ich kann sie dir nicht geben,
denn deine eisige Kälte kann ich nicht durchbrechen.
Was immer du auch von mir erwartest,
ich kann es dir nicht geben, wenn du mir nicht dabei hilfst.

© Morgan MacAilis November 2015
Endzeitstimmung

Der kalte Wind weht übers trostlose Land,
Nebel hüllt alles ein, legt sich schwer auf das restliche Lebende.
Grauer Wolkenfetzen ziehen rasant ihre Bahnen,
grelle Blitze zerreissen die Stille mit ihren folgenden Donnern.
Das Gestern ist schon lang verklungen,
die letzten Sonnenstrahlen verloren vor langer Zeit ihr Licht.
Schreie sind verstummt.
Herzen, kaum noch am schlagen.
Die Armee der Schatten zieht übers Land.
Finsternis pusiert in jeder Ecke.
Blutende Tränen in bleichen Gesichtern.

© Morgan MacAilis November 2015
Herz brennt

Am Ende konnten wir nicht siegen,
viel zu lange geschwiegen,
Eins und doch getrennt.
Zusammengewachsen, und doch eigene Wege gegangen,
kein zurück zu gelangen.
Mein Herz brennt

Am Ende konnten wir nicht bestehen,
viel zu lang übersehen,
zuviel was uns trennt.
Gemeinsam angefangen, doch nicht im selben Rhythmus,
und nichts blieb am Schluss.
Dein Herz brennt

© Morgan MacAilis November 2015
Gehen

Eine gemeinsame Basis existiert nur im Wunschdenken,
in der Realität wird ein Zusammensein nur Schmerzen schenken.
Die Kluft zwischen uns ist zu gross, um sie zu überwinden,
Gefühle schwinden.
Über die Schlucht unserer Wesen ist keine Brücke gespannt,
Gesichter abgewand.
Was einst als wunderschöner Traum erwachte,
konnte im Tageslicht nicht fortbestehen.
Drum gehen wir auseinander, ganz sachte,
lassen den Anderen nicht die Tränen sehen.

© Morgan MacAilis November 2015
Wege

Mein Leben liess mich viele Wege entlang schreiten.
Mal durch glückliche, mal durch traurige Zeiten.
Einige gingen herauf, einige herab,
manche brachen sogar plötzlich ab.
Sie waren gerade, schief und krumm,
einige führten meinen Weg im Kreis herum,
viele Gabelungen, Wege verschwungen.
Und doch ist es gelungen,
hier und jetzt zu stehen,
und voller Erinnerung zurück zu sehen.
Nun ist die Zeit einer Pause gekommen,
denn der weite Weg hat mir die Puste genommen.
Aber noch ist er nicht zuende gegangen,
es braucht noch etwas Zeit um ans Ziel zu gelangen.
Müde bette ich mich am Wegesrand,
unter meinem schweren Kopf die zitternde Hand.
Ein kleines bisschen nur hier verweilen,
meine wunden Füsse heilen.
Ein kleines bisschen in stiller Ruh,
denke ich und mach meine Augen zu.

© Morgan MacAilis November 2015
Des Wartens leid

Du gingst fort, um den Weg der Selbstfindung zu gehen.
Das Problem war nur, du gingst ohne ein Wort.
Ich will dir bestimmt das Recht dazu nicht nehmen,
aber ich bleibe hier auch nicht im Unklaren stehen,
an diesen dunklen trostlosen Ort,
mit Gedanken, die mich lähmen.
Gefunden zu haben scheinst du dich ja noch nicht,
da kein Wort dein Schweigen bricht,
welches tief in meinem Herzen sticht.
Drum werde ich nun meinen eigenen Weg einschlagen,
ihn zu gehen, ohne dich, werde ich wagen.
Wohin er mich führt, kann ich jetzt noch nicht sagen.
Vielleicht von dir fort, vielleicht zu dir hin.
Ich werde es wissen, wenn ich bei mir angekommen bin.

© Morgan MacAilis November 2015
Wegschweigen

Du hast dich entschlossen deinen eigenen Weg zu gehen.
Dabei hast du nur eins übersehen,
woher soll ich wissen, das es so ist,
wenn du alles in dich reinfriesst?
Mich von nichts in Kenntniss setzt,
und mich damit verletzt?
Wie in einem Buch, so muss ich in dir lesen,
erahnen dein sich änderndes Wesen.
Du bist verwirrt,
nur auf dich fixiert.
Da spricht ja auch nichts gegen.
Nur bedenke, du musst deine Gedanken in Worte legen,
damit ich weiss, was hier vor sich geht,
wie es um dich steht.
Du sollst dein Schweigen brechen,
mit mir über deine Gedanken sprechen.
Dann nur kann ich drauf eingehen,
dich verstehen.
Dann erst kann ich meinen eigenen Weg wählen,
und muss mich nicht mit Ungewissheit quälen.

© Morgan MacAilis November 2015
Neuer Tag

Ja, sagte ich zum Leben am frühen Tag,
als noch frisch der Tau auf Grashalmen lag.
Ja dachte ich, es wird mir gelingen,
als anfingen die Vögel ihren morgentlichen Gruss zu singen.
Ich war bereit von Neuem zu beginnen,
Gestriges sollte verrinnen
und mir nicht den tag verderben.
Dunkelheit mit dem ersten Lichtstrahl sterben.
Ja, sagte ich zu mir,
ich leben jetzt, heute und hier.
Doch dann schritten die Stunden voran, unaufhaltsam.
Und im Laufe der Zeit schien es, als breche der Damm,
welcher das Gestrige umhüllte, verbag,
sich über mich erschüttete, unter sich begrab.
Und es erklang nur noch schwach ein grugeldes Nein,
als versank die Sonne mit letztem Schein....

© Morgan MacAilis November 2015
Nichts

Warum war ich nicht stark genug diesen Weg zu gehen?
Warum konnte ich die Dunkelheit nicht überwinden?
Ich habe diesen Traum gesehen.
Er hat mich berührt, kurz Wärme gespürt.
Doch ich konnte den Weg dahin nicht finden,
war nicht stark genug, fand keinen Halt.
Mein Inneres kalt,
nur noch Schweigen zeigen....

Immer noch in vergangenen Mustern gefangen.
Keine Kraft sich daraus zu winden.
Wie soll ich ins Licht gelangen?
Von Dunkelheit umgeben, rationales Leben,
Schatten wollen nicht schwinden.
Ich kann keine Traurigkeit spüren,
aber auch nichts vermag mich zu berühren,
nichts mein Herz zum Klingen bringen....

© Morgan MacAilis November 2015
Keine Kraft

Hab keine Kraft jeden Tag von Neuem zu beginnen.
Sekunden vergehen, Stunden verrinnen.
Inhaltlose Gedanken werfen Schatten auf's Herz.
Kreislauf meiner Selbst, endloser Schmerz.
Ich möchte mich fallen lassen, Vergessen finden,
mich nicht weiter an Vergangenen binden.
Lähmende Kälte blendet alles aus, aber bringt kein Vergessen.
Tausend Gefühle, die alles auffressen.
Quälenden Schatten wollen nicht weichen,
im Kopf Gedankenleichen.
All dies ist das, was mich ausmacht,
was in mir weint, was in mir lacht.
Ich kann's verstehen,
kann's sehen,
aber nicht weiter gehen.
Es ist wie ein Spiel ohne Ziel,
und es kostet mich viel.

© Morgan MacAilis November 2015