Feine kleine Reime....

Gedankengänge | Gedichte & Texte | Sprüche & Weisheiten


Und die Reise durch meine "Gedichtswelt" geht weiter. Es freut mich, dass du dran geblieben bist :)


Ein Licht

Ein eisiger Wind über die Landschaft fegt,
klirrende Kälte auf die Gemüter legt.
Erfrorene Herzen,
unsagbare Schmerzen.
Kein wärmender Ort ist in Sicht,
nach und nach alles zerbricht.
Unerkennbare Moral,
blind machende Qual.
Jetzt diese Kälte überwinden,
versuchen einen Ort zu finden,
wo man Frieden findet,
sich der Kälte entbindet.
Einen Ort voller Sonnenschein,
das sollte jetzt das Ziel sein.

Oh Menschenkinder, versteht ihr nicht,
es gibt noch irgendwo ein kleines Licht,
das die Kraft in sich birgt,
erlösend auf die Herzen wirkt.
Schaut in euch hinein,
dort findet ihr, ganz klein,
ein Licht, mit magischer Kraft,
das bei guter Pflege schafft,
was der Verstand nicht kann erreichen.
Es hat die Kraft zu lassen Schmerzen weichen.

Und dieses Lichtlein will ich einen Namen geben...
Nächstenliebe.... wird erwärmen euer Leben....

© Morgan MacAilis September 2001
Vorbei und doch nah

Die Zeit heilt zwar die Wunden,
doch habe ich noch nicht überwunden,
was eins gewesen ist,
es sich tief in meine Seele rein frisst.
Lange schon liegt es zurück,
diese kurze Zeit voller Glück,
vergessen kann ich dich jedoch nicht,
sehe jede Nacht im Traum dein lächelndes Gesicht.

Wollte dir mein Herz schenken,
konnte nur an dich denken.
Doch es war nicht die richtige Zeit,
wir füreinander noch nicht bereit.
Mein Herz wollte aufbegehren,
sich wehren,
doch es hatte keine Chance deines zu erreichen,
zu erweichen.

So vieles sprach dagegen,
viele verschieden Wege,
die voneinander weg führten,
unsere Herzen ein Hauch von Trauer spürten,
und dann den Mut verloren,
einsamer Morgen,
vertan die letzte Chance,
eiserne Distanz,
gefrorenes Herz,
betäubender Schmerz.

© Morgan MacAilis März 2004
Elemente

wild dreht sie sich im kreis
der wind spielt mit ihren haar
der regen durchweicht ihr kleid
sie hebt ihn ihr gesicht entgegen
schreit laut alles aus sich heraus
immer wilder wird ihr tanz
alles fällt von ihr ab
sie liebt es sich fallen zu lassen
frei zu sein
nur sie und der wind - der regen - die natur
sie kann das meer riechen
hören
die brandung bricht sich an den felsen
und es klingt wie ein lachen
glücklich hebt sie ihre hände
für den moment scheint sie zu schweben
über ihr kreist ein falke
sie wünsche er würde zu ihr herabsteigen
sie auf deinen flügeln durch die wolken tragen
sie schließt die augen
gibt sich diesen gefühl hin
so könnte sie weiter machen bis ans ende ihrer tage
doch weiss sie
das es nicht möglich ist
noch einmal dreht sie sich im kreis
wirft ihr haar übermütig nach hinten
dann kehrt sie in die realität zurück
mit einen lächeln auf den gesicht

© Morgan MacAilis März 2004
Last night

Letzte Nacht habe ich deine Hand gespürt,
ganz zart hat sie meine Haut berührt,
mein ganzer Körper begann zu beben,
meine Gedanken in eine andere Dimension zu schweben.
Vergessen mit der Zeit,
machte sich neues Verlangen breit.

Nun spüre ich leere in mir,
verzerre mich nach dir.
Will dich neben mir spüren,
deine Haut berühren.
Mein Körper ist zu neuen Leben erwacht,
ganz heimlich letzte Nacht.
Verschleierter Blick,
kein Weg zurück.
Wie konnte das nur geschehen?
Wie soll es nun weiter gehen?
Mein Körper bringt mich um den Verstand,
will nur spüren deine Hand,
meine Lippen sehnen die deinen,
meine Augen leise weinen.
Von neuen hast du dich eingeschlichen,
mein eiserner Panzer ist gewichen.
Nun verspüre ich den alten Schmerz,
der brach damals mein einsames Herz.

Doch all das sage ich dir nicht,
wende nur schweigend mein Gesicht....

© Morgan MacAilis März 2004
Mein Stern

Wenn ich einsam bin, in dunkler Nacht,
denke ich an Dich.
Traurigkeit trifft mich mit starker Macht,
ich sehne mich,
Du bist weit fort,
an einen weiten fernen Ort.

Ich blicke hoch zu Himmel empor,
stelle mir vor,
der hellste Stern bist Du
und Du schaust mir zu.

Ich lächle und wünscht Du wärst hier,
würdest mich halten ganz fest im Arm.
Keine Sehnsucht würde mich plagen mit Dir,
Du hieltest mich sicher und warm.
Du nimmst meine Hand in Deine,
und nennst mich Deine Kleine.

In dunkler Nacht,
wenn Sehnsucht erwacht,
sehe ich den Stern, denke an Dich
und habe das Gefühl, er scheint nur für mich.

Dieser Stern, er tröstet mich,
dieser Stern, er wacht über mich.
Dieser Stern erstrahlt wie Du,
dieser Stern ist wie Du.

© Morgan MacAilis November 2000
Reinkanisation

Tief in meinem Herzen eingebrannt,
habe ich dich sofort erkannt.
Wir sind wiedergeboren,
das Schicksal hat uns auserkoren,
wieder zur gleichen Zeit zu leben,
uns gegenseitig Liebe zu geben.
Wir sind uns auch in die Arme gesunken,
haben vom Liebesnektar getrunken,
doch wir haben Fehler gemacht,
als unsere Liebe war erwacht.
Haben uns nicht voll vertraut,
nicht in des Anderen Herzen geschaut.
Unsere Liebe verleugnest Du nun,
ich kann nichts dagegen tun,
die Mauern um Dein Herz nicht überwinden,
um einen Weg zu Dir zu finden.
Doch nur mit Dir hat mein Leben einen Sinn,
ohne dich ich unvollständig bin.
Du verschließt Deine Augen vor unser Schicksal,
lebst allein mit Deiner Qual.
Ich kann nur abwarten und schweigen,
die Zeit wird zeigen,
ob du vergeudest unser jetziges Leben,
ohne unsere Liebe eine Chance zu geben,
ob ich muss auf eine neue Begegnung warten,
in einen anderen Leben von neuen starten,
einen Weg in unser Glück zu finden
und unsere Liebe wieder zu verbinden!

© Morgan MacAilis April 1999
Schatz

Dein Lächeln hat meinen Schmerz gelindert,
Dein Lächeln hat verhindert,
dass Traurigkeit mich verschlingt,
meine Stimmung auf dem Tiefpunkt sinkt.
Herrscht Chaos in meinem Innern,
helfen Deine Worte es zu verringern.
Werde ich gepeinigt von Traurigkeit,
nimmst Du Dir für mich Zeit.
In Deiner Gegenwart fühle ich mich geborgen,
vergesse meine sorgen.
Ich möchte meine Hand in Deine legen,
und Dir das gleiche Gefühl geben.
Freundschaft soll immer bestehen,
Vertrauen niemals gehen.
Du hast in meinem Herzen einen besonderen Platz,
Du bist mir ein sehr wertvoller Schatz!

© Morgan MacAilis April 1999
Alles für dich

Ticktack macht die Uhr an der Wand,
ich reiche dir meine Hand.
Will deine Wunden heilen,
deine Schwächen mit dir teilen.
Doch ich kann die Mauern des Schweigens nicht durchbrechen,
Du willst über deinen Kummer nicht sprechen.
Ich weiss nicht, was soll ich noch machen,
wie bringe ich dich zum Lachen?
Ich kann nur stumm neben dir stehen,
und schweigend deinen inneren Kampf ansehen.
Und darauf vertrauen,
dass du mich lässt eines Tages in dein Herz schauen.
Denn ich liebe dich mehr als mein Leben,
bin bereit dir alles zu geben.
Und wenn du brauchst Zeit,
sie zu geben bin ich bereit.

© Morgan MacAilis Januar 1999
Blutendes Herz

Schwärze hat sich auf meine Seele gelegt,
alles Gefühl ist wie weggefegt.
Mauern errichtet, ohne Entkommen,
eigene Freiheit genommen.
Eingeschlossen in Einsamkeit,
kein Platz für Freundlichkeit.
Schmerzen, selbst zugefügt,
Leere, die nie genügt.
Aufgeben an schönes zu denken,
nie wieder Lächeln schenken.
Selbstbestrafung, die nicht erlöst.
Fragen, ungelöst.
Kein Ende in Sicht,
Nichts, was mich anspricht.
Dunkelheit, die alles verschlingt,
Weinen, das hoffnungslos klingt..

© Morgan MacAilis Juni 2000
Schwarze Nacht

Unsichtbaren Macht,
in tiefdunkler Nacht,
zieht mich magisch zu sich hin,
doch ich strecke trotzig mein Kinn.
Will dem Gefühl nicht nachgehen,
will nicht sehen,
nicht spüren,
welche Zauber meine Seele berühren.
Schweiß benetzt meine Haut,
ein Sehnen so vertraut,
doch frucht einflössend,
meine Tränen auslösend.
Geheime Wünsche wurden wahr,
so nah,
doch ich wehre mich dagegen,
werden mich meiner Schwäche nicht hingeben.

© Morgan MacAilis Juni 2002
Traum vom Lachen

Zigarettenqualm zur Decke steigt,
der Abend sich zum Ende neigt.
Ich möchte aber noch nicht gehen,
nicht alleine sein.
Doch du lässt mich einfach stehen,
ich möchte laut schrein.
Ich weiss ja selber das es zu Ende ist,
du mit deinen Gedanken bei einer anderen bist.
Und doch wünschte ich mir es wäre anders gekommen,
ich hätte das genommen,
was du bereit warst mir zu geben,
anstatt eine Lüge zu leben
und darauf zu hoffen,
dein Herz würde mal getroffen,
von dem selben Gefühl was du in mir zum Klingen brachtest,
als du mit mir lachtest.

© Morgan MacAilis Juni 2002
Sorglos

meeresrauschen in der nacht,
voller sehnsucht aufgewacht.
tränen trüben den blick,
ich denke an eine zeit zurück,
in der ich spürte wie ich lebte,
in einer realen traumwelt schwebte.
alles schien vollkommen,
doch dann wurde mir meine einfachheit genommen.
es kam das böse erwachen,
vergessen war die zeit des sorglosen lachen.
viele gedanken suchten mich heim,
fühlte mich missverstanden und klein.
was vorher leicht, war nun schwer,
oft hatte ich angst, ich könnte nicht mehr.
heut blick ich lachend und weinend zurück auf diese zeit,
wünscht mir manches mal zurück die sorgenlose kindheit.

© Morgan MacAilis Mai 2001
Leben

Das Leben ist nicht immer leicht,
keinen Tag den anderen gleicht.
Kummer und Glück wechseln sich ab,
mal hoch hinaus, mal tief herab.
Freude und Leid im Wechsel erlebend,
mal tief betrübt, mal zum Himmel schwebend.
So viele verschiedene Gefühle unter der Haut,
immer wieder neu und doch so vertraut.
Wichtig ist, daran soll man immer denken,
der nächste Tag kann neuen Mut schenken,
oder neuen Kummer bringen,
das Herz weinen oder vor Freude singen.
Eins aber, und soviel steht fest,
die Hoffnung vergeht nur wenn du es zulässt!

© Morgan MacAilis November 1997
Monoton

Unser Weg war weit,
wir hatten wenig Zeit,
wir haben uns so viel erträumt,
doch unser eigenes Leben versäumt.
Wir waren stets zusammen,
unser Schicksal ineinander verhangen.
Allein zu leben lernten wir nie,
nun blicke einmal her und sieh,
getrennt können wir nicht leben,
uns aber auch keine liebe mehr geben.
Wir haben einen Punkt erreicht,
an dem jeder Tag dem anderen gleicht.
Wir können weder vor noch zurück,
und uns erwartet keine gemeinsames Glück.

© Morgan MacAilis November 1998
Angst

Angst, sich neu zu verlieben,
Angst, wieder zu verlieren,
Angst, wieder verletzt zu werden,
Angst, wieder in den Abgrund zu fallen,
Angst, sich selber aufzugeben,
Angst, ohne Freunde dazu stehen,
Angst, zu versagen,
Angst, überhaupt noch etwas zu wagen,
Angst, sich selber zu vertrauen,
Angst, in sein eigenes Herz zu schauen,
Angst, Gefühle zu zeigen.
Was wird einem dann wohl bleiben,
wenn man seine Ängste nicht überwindet,
und sich an keinen anderen Menschen bindet?

© Morgan MacAilis Juli 1999
Nach langer Zeit

Lange ist es her und doch so nah,
lange ist es weg und doch noch da.
Nie vergessen und doch nicht dran gedacht,
kehrt es zurück in sternenklarer Nacht.

Langezeit im tiefen Schlummer,
langezeit bedeckt vor Kummer,
ist es erwacht zum neuen Leben,
bereit neue Hoffnung zu geben.

Langezeit im Dunklen versteckt,
nach lange Zeit wieder entdeckt,
nach langer Zeit nicht abgestorben,
das Glück des immer wiederkehrenden Morgen.

© Morgan MacAilis Juni 2002
Und dann?

Lichterloh, in Flammen stehen.
Nur noch funkelnde Sterne sehen.
Ja, so fängt alles an, doch was kommt dann?

Langeweile, trostlose Gewohnheit.
Gemeinsame Einsamkeit.
Der Anfang vom Ende,
zitternde Hände,
die nicht wissen wohin.
Hat das alles einen Sinn?

Eisigkalt, Gefühle gehen.
Nur schwarze Dunkelheit sehen.
Ja, so endet alles dann.

© Morgan MacAilis Mai 2002
Ein Hauch

warmer Regen auf meiner Haut
sanft auf mich herniederfallend
Wind spielt mit meinem Haar
eins mit der Natur

in mich reingeschaut
Sehnsucht in mir wallend
ich Liebe sah
ein Hauch nur

vertraut
hoffend
sie war da
von Angst keine Spur

© Morgan MacAilis November 2000
Soviel - So wenig

Soviel Hoffnung ist in mir,
doch so wenig Kraft nach vorne zu sehen.
Soviel Sehnsucht ist in mir,
doch sowenig Mut dir entgegen zu gehen.
So viele Wünsche, die nicht sollen unerfüllt bleiben,
doch sowenig Stärke Erfüllung zu finden.
So viele Schmerzen, die muss ich erleiden,
doch so wenig Ausdauer, sie zu überwinden.
So viele Träume die ich habe,
doch sowenig Entschlossenheit nach Hilfe zu fragen.
So viele Ziele, denen ich mich nähern nicht wage,
doch so wenig Egoismus, meine Meinung zu sagen..

© Morgan MacAilis Januar 1999
Ausbrechen

Monoton dreht sich die Zeit,
keine Abkommen vom Weg,
Kälte macht sich breit,
doch sie am Rande steht.
Den Blick nach vorne gerichtet,
nicht sehen was um einen ist,
doch das Unterbewusstsein sichtet,
was einen langsam zerfrisst.
Und unaufhaltsam die Seele aufbegehrt,
weil sie kurz vor dem Ertrinken steht,
und auch wenn der Gedanke eingesperrt,
der Zweifel durch den Körper weht.

© Morgan MacAilis April 1998
Mauern

Ich kann in deinen Augen Angst erkennen,
doch den Grund dafür kann ich nicht nennen.
Kein Wort der Erklärung kommt von dir,
nicht ein Gefühl offenbarst du mir.
Wie soll ich mich verhalten?
Wie unsere Zukunft gestalten?
Hohe Mauern hast du um dich gebaut,
keinen jemals wirklich vertraut.
Wie soll ich den Weg zu dir finden?
Wie unsere Herzen miteinander verbinden?
Sag mir, wie soll ich mich verhalten?
Wie die hohen Mauern spalten?

© Morgan MacAilis November 1998
Deine Nähe

Am Rande des Abgrundes bin ich aufgewacht,
habe meine innere Unruhe gespürt.
Drehte mich um und habe gelacht,
denn Deine Nähe hat mich von ihm fortgeführt.
In die Augen blicke ich Dir voll Dankbarkeit,
Wärme macht sich in mir breit.
Ich war traurig, ohne Mut,
Du hast mich zum lachen gebracht,
jetzt geht es mir besser, mir geht es gut,
Deine Liebe berührt mich sacht.
Ich fühle mich wohl, ich fühl mich geborgen
Und blicke voll Freunde auf den nächsten Morgen.

© Morgan MacAilis Juni 2000
Endlich frei sein

Deine Hände nach mir ausstreckend,
tiefe Gefühle in mir weckend,
Wärme macht sich in mir breit,
ich fühle tiefe Geborgenheit.
Ich möchte mich gern fallen lassen,
doch ich denke ich werde es lassen,
denn ich habe doch nicht so viel Mut,
auch wenn ich weiß, du tust mir gut.
Vieles hat mein Herz getroffen,
ich habe aufgegeben zu hoffen,
dass ich auch mal frei sein kann,
und mich öffnen kann dann.

© Morgan MacAilis Juni 2000
Freundschaft 12-13

Ich wollte nur Freundschaft, mehr wollte ich nicht,
doch jetzt sehe ich immer vor mir dein Gesicht.
Das warme Funkeln deiner Augen mein Innerstes berührt,
deine Nähe, dein Vertrauen, in meinem Herzen Geborgenheit gespürt.
Doch würde ich diesem Gefühl nachgehen,
würde ich bald ohne Freund dastehen.
Denn Liebe und Freundschaft im Einklang bringen,
das wird bestimmt nicht gelingen.
Freundschaft überdauert viel,
die Liebe hingegen ist oft nur ein Spiel,
welches die Sehnsucht mit uns treibt,
wo am Ende nur Leere bleibt...

© Morgan MacAilis Mai 2002
Helles Licht

Ein Portal zur anderen Welt,
magisches Verlangen,
ein Lächeln das Gesicht erhellt,
in Erwartung dahin zu gelangen.
Zaghaft einen Schritt gehen,
nichts mehr sehen,
ausser dieses Tor zum Neuanfang,
gehe ich den Weg entlang,
der mir vorbestimmt scheint,
ein Herz das nicht mehr weint,
nur tiefe Liebe spürt,
von wohlender Wärme berührt.
Die Chance auf ein neues Leben,
gehe ich, drehe mich nicht um,
denn es muss noch mehr geben,
als die Dunkelheit um mich herum.
Vor Augen ein festes Ziel,
kein Spiel,
und trotz der Ungewissheit,
das Herz vor Freude schreit,
und voller Erwartung schneller schlägt,
Glücksgefühl sich auf die Seele legt,
tiefe Liebe erklingt,
neues Erwachen winkt.

© Morgan MacAilis Juni 2002
Das Vögelchen

Von Ost nach Süd, von West nach Nord,
ein Vöglein fliegt von Ort zu Ort.
Er hebt sein Stimmchen, singt von ganzen Herzen,
versucht zu lindern so viele Schmerzen.
Er singt und singt,
gibt die Hoffnung nie auf,
baut darauf,
das es ihm gelingt,
Frieden zu verbreiten,
Liebe zu sähen,
dass alle seinen Gesang verstehen,
er Hoffnung bringt.

Von Ost nach West, von Süd nach Nord,
ein Vöglein flog von Ort zu Ort.
Seine Hoffnung wurde zerstört,
kein Mensch hatte seine Botschaft gehört.
Manche ignorierten ihn,
manche warfen Steine nach ihm.

Seine Stimme noch einmal erhebend,
am ganzen Körper im Todeskampf bebend,
singt er von Taub- und Blindheit,
die wird sein.... Untergang der Menschheit....

© Morgan MacAilis September 2001
Herz an Herz....

Hände auf der Haut
so vertraut
tief in die Augen sehen
ohne Worte verstehen

Verlangen macht sich breit
lässt alles andere vergessen mit der Zeit
nach Wärme sehnend
aneinanderlehnend

Glücklich die Augen schließen
nur noch die Nähe genießen
die Lider senken
nichts mehr denken

Herz an Herz
kein Kummer, kein Schmerz
den Anderen spüren
berühren

Zwei Hälfen die zusammengehören
einander betören
für immer und nun
in des Anderen Armen rum

© Morgan MacAilis November 2000
Resignation

Hoffnungslos den Blick gesenkt
keinen Lichtstrahl glauben schenkt
blind in die Nacht der Resignation
taub in die wüste der Frustration
und alles Leben geht zu ende

Abgestumpft den Kopf gewandt
ein Herz das voller Kummer brannt
lahm durch den Garten der Irrelation
stumm durch den Tag der Mutation
und alles Leben geht vorbei

Trostlos die Schulter gebeugt
Dunkelheit die von Trauer zeugt
keine Hoffnung in sich finden
keine Zukunft an sich binden
und alles Leben leise stirbt


Hoffnungslose, abgestumpfte Trostlosigkeit
Lichtstrahlen des Herzens im Trauer der Zeit
Resignation und Frustration machten sich breit
taube und blinde Unendlichkeit
das Leben mit sich nimmt

© Morgan MacAilis 2006
Zeit wird kommen

Eine lange Zeit der Dunkelheit
liegt vor uns gewiss
eine lange Zeit der Einsamkeit
wird für uns heranbrechen
doch ich werde dich finden
in den wirren der Welt

eine lange Zeit der Traurigkeit
wird schwer machen unser Herz
eine Lange Zeit der Benommenheit
wird über uns hereinbrechen
doch ich werde dich finden
in den Wirren der Welt


eine lange Zeit der Grausamkeit
wird vor uns liegen
eine lange Zeit der Hoffnungslosigkeit
wird auf uns herausbrechen
doch ich werde dich finden
dann werden wir uns verbinden
und eine Einheit bilden
die alles übersteht
und ihren Weg geht

© Morgan MacAilis 2006
hoffnung der erlöschenden sonne

die sonne sich taurig ins meer herabsenkt
ihre tränen dem schweigen des ozeans schenkt
die hoffung erlosch im abendrot
und alles aus den angeln zu gleiten droht
menschen voller angst und resignation
ohne träume, alles verschlingende frustration

das ende hat begonnen
doch keiner will es sehen
zu viel zeit ist verronnen
alles scheint still zu stehen

die sonne kraftlos ihr leben aushaucht
dämmerung des nichts auftaucht
und auch den letzten rest von licht verschlingt
wenn nicht ein letzter versuch gelingt
nicht einer wagt dagegen aufzubegehren
mit der kraft der liebe sich zu wehren

das ende war da
als die sonne ins meer versank
und keiner mehr sah
wie jedes leben mit ihr ertrank

© Morgan MacAilis Februar 2003
Angst der Gefühle

Blicke voller Trauer,
auf dem Rücken einen Schauer.
Augen, die zu Boden sehen,
Ahnungen, doch kein Verstehen.
Blicke voller Tränen,
inneres Sehnen....

So anders und doch so vertraut,
Gefühle pulsieren unter der Haut.
Hände, ineinander verkrampft,
Berührung, vorsichtig, sanft.
Langsames herantasten,
versuchen zu mindern die Lasten....

Ängstlich, wie ein Reh,
berauschend wie die See.
Viele Arten in einer Person,
hoher Preis, doch großer Lohn.
Alles auf eine Karte setzen,
hoffen, Liebe wird Schmerz ersetzen....

© Morgan MacAilis Oktober 2000
Noch mehr Fragen

Ich fühle mich klein, in mir selbst gefangen
und weiß nicht, wie soll ich daraus gelangen.
Verwirre mich selber immer mehr,
bewirke, dass ich mich fühle einsam und leer.
Dabei ist es doch gar nicht so,
ich bin doch eigentlich recht froh.
Habe Freunde, bin nicht allein,
warum muss ich dann so traurig sein?
Ich kann das alles nicht verstehen,
warum kann ich nicht einfach nach vorne sehen.
Ich weiß nicht, was ich eigentlich vom Leben erwarte,
worauf ich hoffe, worauf ich warte,
aber ich weiß, da ist noch
auch wenn ich nicht weiß, was ist denn das!
Meine Gedanken verirren sich im Labyrinth,
machen mich schwach wie ein kleines Kind.
Fühle ich mich denn nur so allein,
oder wird es auch so bei anderen sein?
Ich habe so viele Fragen,
doch niemand kann mir die Antworten sagen.

© Morgan MacAilis Juni 2000
Natur

Alles Schöne ist vergänglich,
eine Rose verblüht schon nach kurzer Zeit.
Die Bäume verlieren im Herbst ihre Blätter,
der weiss Schnee wird grau und matschig.
Liebe und auch Freundschaft verblasst mit der Zeit,
schläft ein, wird zur Gleichgültigkeit,
ja, sogar zu hass.
Man sehnt sich oft zurück.
Doch die Natur hat uns eins voraus,
sie kommt wieder,
regeneriert sich,
es war nur ein Schlaf,
eine Erholungspause,
so wird es immer sein.
Zu mindestens so lange,
bis wir Menschen die Natur zerstört haben.
Dabei sollten wir sie achten,
und von ihr lernen.
Denn sie kann etwas, was uns nicht sehr oft gelingt....
Neu anfangen und nicht zurück zu schauen....

© Morgan MacAilis Dezember 1998
Deine Liebe

In dunkler Nacht warst du mein Licht,
hast mir neuen Mut gegeben,
am Anfang traute ich mich nicht,
doch jetzt will ich mit Dir leben....

Du hältst mich fest, Du gibst mir Kraft,
neue Wege zu gehen,
durch Dich habe ich vieles geschafft,
ich kann jetzt nach vorne sehen....

Mein Herz hast Du ganz sanft berührt,
erwecktest mich aus meinen Schlaf,
hast mich mit Zartheit geführt,
ich bin froh, dass ich Dich traf....

Deine Nähe macht mich trunken,
ich will immer bei Dir sein,
in Deinen Augen tief versunken,
ich fühle mich nicht mehr allein....

© Morgan MacAilis Oktober 2000
Verstecken

Vieles kann ich nicht klar erkennen,
weiß nicht wie soll ich es verstehen.
In welche Richtung soll ich rennen,
welchen Weg gehen?
Du hast in mir Gefühle erweckt,
die ich schon glaubte nie mehr zu erleben,
doch sie haben mich auch sehr erschreckt,
bringen sie mich doch zum Schweben.
Doch wie wird es sein, wenn ich aus ihnen erwache?
Falle ich dann in ein dunkles Loch?
Ich weiß, dass ich mich selber unglücklich mache,
wenn ich jetzt zweifle, aber warum tu ich es dann doch?
Meine Ängste halten mich ab,
ich kann Dir nicht entgegen gehen,
ich weiß zwar, dass ich auch Gefühle für Dich hab,
doch kann ich auch viele Hindernisse sehen.
Drum spiele ich wieder den Vogel Strauß,
stecke den Kopf in den Sand,
bleibe lieber in mein schützendes Haus
und weise Dich von der Hand.

© Morgan MacAilis Juni 2000
Vor langer Zeit?

Vor langer Zeit und nicht lang her,
sagte ich, ich kann nicht mehr....
Keine Kraft, kein nach vorne sehen,
keine Lust den Weg weiter zu gehen....

Vor langer Zeit und doch so nah,
ich in Deine Augen sah....
Neue Welten taten sich auf,
und ich hoffte darauf....

Vor langer Zeit und einen Augenblick,
kam meine Kraft zu mir zurück....
Ich sah in mich und erkannte,
dass ich mich nicht wirklich kannte....

Vor langer Zeit... ist es wirklich so lang her,
dass ich meinte, ich kann nicht mehr?
Meinen inneren Punkt durch Dich gefunden,
meine Schwäche mit Deiner Hilfe überwunden....

© Morgan MacAilis November 2000
Tiefer sehen

Meine Sehnsucht, tief in mir eingeschlossen.
Verrücktheit über mein Äusseres ergossen,
wer schaut tief genug um mein verletztes Ich zu sehen?
Wer hat die Stärke den Weg mit mir zu gehen?
Gehörst du zu denen, die sich lassen blenden,
die sich nach drei Bicken abwenden?
Siehst du denn nicht meinen Schmerz?
Erkennst du den nicht mein weinendes Herz?

© Morgan MacAilis Dezember 2011
Den Sinn genommen

Inhaltlose Gedanken, die sich im Kreise drehen,
unbeantwortete Fragen, kein Ende zu sehen.
Jahr ein, Jahr aus, das gleiche Spiel,
suchen nach dem Sinn, dem Ziel.
Doch hat man alle Fragen gelöst,
man wieder auf eine neue stößt.
Am Ziel angekommen,
ist einen jetzt nicht des Lebens Sinn genommen?

© Morgan MacAilis Juli 1999
Sternenwache

Ein Stern am Himmel über mich wacht,
bei seinem Anblick mein Herz vor Freude lacht.
Er gibt mir das Gefühl beschützt zu sein.
Er strahlt so hell, und ist doch so klein.
Wann immer ich traurig bin,
sehe ich hoch, und schaue dort hin,
wo mein kleiner Stern steht,
und dann es mir wieder besser geht.

© Morgan MacAilis Juni 1997
Wie im Traum

Ein Hauch von Zärtlichkeit streift mein Gesicht,
wärmende Seeligkeit erfüllt mein Herz mit goldenem Licht,
liebende Blicke hüllen mich ein,
seidene Stricke erzeugen den haltenden Schein,
tiefe Gefühle machen sich breit,
Liebe erwacht für alle Zeit,
leuchtende Sterne bedecken den Raum,
ich schwebe dahin wie im verzauberten Traum.

© Morgan MacAilis
Gedacht - Gelacht

Ich habe gedacht, es tut nicht weh.
Ich habe gelacht, beim Wiedersehn.
Ich habe gedacht, es wäre vorbei.
Ich habe gelacht und wollte doch wein.
Ich habe gedacht, dass kann doch nicht sein.
Ich habe gelacht und mein Herz brach in zwei.

Ich habe gelacht... Ich habe gelacht...

© Morgan MacAilis November 1997
Entführe mich

Entführe mich in eine Welt,
in der nur unsere Liebe zählt.
Erfülle meine leeren Räume,
erfülle meine geheimen Träume.
Halte meine Hand,
führe mich in ein unbekanntes Land.
Sei in dunkler Nacht mein Stern,
hab mich einfach nur gern.

© Morgan MacAilis April 1999
Ein Traum?

Die Augen geschlossen, die Hände kalt,
Einsamkeit in mir widerhallt.
Stumme Fragen und keine Antworten,
träumen nur von zauberhaften Orten.

Ein Blick zum Monitor,
alles kommt mir verwirrend vor.
Wärme? Finde ich sie hier?
Mache ich ein falsches Bild nicht mir?

Was erwarte ich vom Leben?
Und kann es so was hier denn geben?
Begehe ich hier nicht Selbstbetrug?
Sind Träume mir denn echt genug?

Meine Seele schreit auf,
ich warte darauf,
das jemand meine Hand hält
und mich führt aus diese kalte Welt.

Doch niemand da, keiner sieht mein Weinen,
Oberflächlich, so mag es erscheinen.
Doch wenn man dann mal tiefer schaut,
sieht man, vieles was einem vertraut.

Masken gibt es hier wie in Real,
jeder hat die Wahl,
seinen Weg zu wählen,
sich auch selbst zu quälen.

Doch öffnet man sein Herz,
zeigt auch seinen Schmerz,
so findet man mit etwas Glück,
jemanden, der bringt einen die Hoffnung zurück.

Ist dann jedoch der Monitor aus,
und man wieder alleine zu Haus,
kehrt die Trauer wieder ein,
man fühlt sich einsam, allein.

Doch mit der Zeit reift man daran,
man schließt Freundschaften irgendwann.
Trifft sich und telefoniert,
und der Traum hat funktioniert...

© Morgan MacAilis November 2000
Der richtige Weg

Oft ist es nicht leicht zu entscheiden,
welchen Weg man gehen soll.
Viele Qualen, viele Leiden,
die Zukunft Sorgenvoll.

Soll man seinen Gefühlen trauen?
Kann man wirklich auf sie bauen?

Kann es nicht auch sein,
dass der Wunsch, die Hoffnung und Einsamkeit,
verursachen den Schein,
dass man fühlt was doch nicht ist,
man nur entflieht der trostlosen Vergangenheit
und hinterher man noch gefrusteter ist?

Sooft verzweifel ich,
dann frage ich mich,
wie soll es weiter gehen,
und ich bleibe ratlos stehen.

Soll ich grübeln, soll ich denken?
Oder meinen Gefühlen Glauben schenken?

Entscheidung voller Pein,
Ziele nicht in Sicht,
Ich fühle mich so klein,
keiner ist für mich da,
nur Dunkelheit, kein Licht,
keiner ist mir nah.

Sooft bin ich am weinen,
ertrinke innerlich,
es gibt dann niemand, keinen,
ich habe dann nur mich.

Sollte ich nicht in mir Stärke finden?
Mich nicht einfach nur an Träumen binden?

Der richtige Weg, wer kann das schon sagen?
Stärke trotz Angst zu zeigen,
und weich sein, trotz Stärke zu haben,
das ist doch etwas was erstrebenswert ist,
zur richtigen Zeit reden, zur richtigen Zeit schweigen,
ich denke, dann Du auf den richtigen Weg bist.

© Morgan MacAilis Januar 2004
Begierde

Seit Anbeginn der Zeit,
tief im Innern verborgen
eingesperrt von Mauern der Verlogenheit
von keuschheit unterdrückt
vom sonnenschein verdeckt
schlummert sie in jeden von uns
die Begierde
die wilde lust sich hin zu geben
sich im Rausch der Lust zu vergessen
nur zu fühlen
feuer in den adern
das alles zu verbrennen scheint
kannst du es fühlen?
bist du stark genug dich dem zu stellen?
oder ist deine Herz zu weich?
deine angst zu groß
dich dem zu stellen
was dich mit sich fort trägt?
dich mit in den Abgrund reißt
und dich dann mit haut und haaren verschlingt?
reicht mir deine Hand,
wage diesen Schritt
sei mein
öffne dich
fühle.... leben....
schenke dich mir
lass mich in dir ertrinken
ohne gedanken an das morgen
verschmelze mit mir und werde eins
lege die hände auf meine Haut
öffne mir deine seele
lass mich dein inneres schmecken
lege alle sanftheit ab
folge dem rauschen deines blutes
alles verzerrende triebe
animalisch und alles beherrschend
schrei alles aus dir raus
denn nur dann bist du meiner würdig
dann kannst du an meiner seite fortbestehen
über die zeit hinaus
jenseits aller grenzen
die die menschen sich selber setzten
und jede nacht von neuen geboren werden
an meiner seite

© Morgan MacAilis März 2004
Hoffen oder nicht

Gebrochene Herzen sind schwer zu heilen,
deshalb schreib ich diese Zeilen.
Ich hoffe, sie erfüllen ihren Zweck,
und helfen darüber hinweg.
Ich kann nicht mehr essen,
den Kummer nicht vergessen.
Mein Innerstes ist zerbrochen,
Leere in mir hoch gekrochen.
Ich kann nichts dagegen machen,
habe keine Kraft darüber zu lachen.
Tränen verschleiern meinen Blick,
ich will Dich zurück.
Doch die Liebe ist verglüht,
wie eine Rose im Winter verblüht.
Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen,
nur traurig zurücksehen.
Du hast es Dir sehr einfach gemacht,
nie wirklich an mich gedacht.
Der Stress wurd Dir zu schwer,
Du gabst uns keine Zeit mehr.
Du hast mir nie Deine Wünsche mitgeteilt,
Dein Innerstes nicht zu mir schalt,
wie sollte ich dann verstehen,
welchen Weg ich gehen?
Du wolltest lieber Deine Freiheit haben,
es mir aber nicht ohne Drängen sagen.
Doch lange hattest Du sie nicht,
Du erblicktest ihr Gesicht.
Du sagtest zu mir,
viel stärker sind Deine Gefühle bei ihr.
Du hast Deine Gefühle für mich falsch gedeutet,
Du mir mehr als ich Dir bedeutet.
Warum musstest Du dann soviel sagen,
als wir uns in den Armen lagen?
Wo soll ich jetzt mit meinen Gefühlen hin?
Was hat mein Leben noch für einen Sinn?
War wirklich alles Täuschung von Dir,
keine echten Gefühle zu mir?
Du sagtest ja, doch ich kann nicht verstehen,
warum musstest Du dann so weit gehen?
Ich muss lernen meine Hoffnung aufzugeben,
damit ich die Chance habe, neu zu leben.
Doch ich habe die Kraft nicht dazu,
sondern denke an dich nur immerzu....

© Morgan MacAilis Dezember 1997
Ich & Ich

leichter wind in kristallklarer nacht
ein herz das weder weint noch lacht
tausende sterne am himmelszelt
nichts was für immer hält
sehnsuchtsvolles verlangen
doch die tage sind vergangen
an denen ich noch hoffnung empfand
keine haltende hand
kein liebender blick
und ich weiss, nur leere bleibt zurück

einen neuen weg gewählt
auf dem nur das hier und jetzt zählt
ich rede viel und lache zuviel
betrachte alles locker, als ein spiel
glücklich bin ich und bin es doch nicht
stehe im schatten und gleichfalls im licht

gebe mich offen und direkt
doch das was dahinter steckt
liegt verschleiert in dunkelheit
und hin und wieder in meiner einsamkeit
bricht es heraus und verwirrt mein denken
ich möchte ihm keine beachtung schenken
versuche den schmerz zu übersehen
weiter meinen selbstgewählten weg zu gehen
weiter in oberflächlichkeit leben
meinen sehnsüchten kein gehör geben

perfekte fassade gebaut
und niemand der dahinter schaut
niemand der mein anderes ich zu wecken vermag
und wieder beginnt ein neuer tag
an dem nur ein teil meines wesens sein gesicht zeigt
während das andere aus angst schweigt

all das wird nie ein ende haben
und niemand wird wagen
mich zum leben zu erwecken
um mein wahres ich zu entdecken
denn ich gebe niemand eine chance
halte alle auf distanz
nur so kann ich leben ohne neuen schmerz
der zerstört restlos mein einsames herz....

© Morgan MacAilis Mai 2012
Ich & Ich

Alles schien vergessen
ich schien nicht mehr besessen
alles überstanden und vorbei
ich fühlte mich wieder frei
frei von dem Schmerz tief in mir
frei von der Sehnsucht nach dir
frei von den Gedanken an dich
ich fühlte wieder nur mich

Doch dann kamst du zurück
und mit jeden Blick
mit jedem Wort
war meine Ruhe fort
alles war wie am ersten Tag
als ich zum ersten mal in deinen Armen lag
und neuer Schmerz breitet sich aus
und ich weiss ich komme nie wieder da raus

Ich brauche deine Liebe zum Leben
will mit dir zum Himmel schweben
mein Herz will ich dir schenken
immer an dich denken

Alles schien Vergangenheit
vergangen meine schwarze Zeit
ich dachte ich hätte stärke gefunden
und mich von dir entbunden
konnte nach vorne sehen
in meine Zukunft gehen
vergessen vergangener Schmerz
neu erwachtes Herz

Doch jetzt stehst du vor mir
und mit jeden Blick von dir
mit jedem Wort
ist meine Ruhe fort
Alles ist zum greifen nah
jedes Gefühl von einst ist wieder da
und neuer Schmerz bricht aus mir raus
und ich weiss das halt ich nicht noch mal aus

Ich brauche dich in meinem Leben
will mit dir zusammen gemeinsame Träume weben
meine Seele will ich dir schenken
immer an dich denken

© Morgan MacAilis 2007

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