PoesieArt - Wenn Bild und Wort sich verbinden - GEDICHTE

Gedankengänge | Gedichte & Texte | Sprüche & Weisheiten


Hier nun der Grund, warum ich mich ursprünglich dazu überreden liess, eine Kamera in die Hand zu nehmen: Copyrightfreie Bilder für meine Gedichte.


LASS ES ZU

wenn ein gefühl deine seele verlässt
dann halte es nicht mit gewalt fest
sonst wird es sich rächen
und deine seele brechen
wenn ein gefühl deine mauern durchbricht
wenn es dich berührt, in deinem herzen sticht
dann heiss es willkommen, lass es geschehen
wie es sich entwickelt kannst du so nur sehen
wenn eine erinnerung ihre gefühle verblasen lässt
dann lass es zu, denn ihren nachklang hält sie fest
wenn ein gedanke deinen kopf durchstreift
dann gib ihm raum, damit er reift
wenn eine erinnerung dein herz berührt
lass zu, was immer es auch spürt
denn all das gehört zum leben
ein ständiges kommen & gehen, ein nehmen & geben

| Morgan MacAilis |


RESIGNATION

Hoffnungslos den Blick gesenkt
keinen Lichtstrahl glauben schenkt
blind in die Nacht der Resignation
taub in die wüste der Frustration
und alles Leben geht zu ende

Abgestumpft den Kopf gewandt
ein Herz das voller Kummer brannt
lahm durch den Garten der Irrelation
stumm durch den Tag der Mutation
und alles Leben geht vorbei

Trostlos die Schulter gebeugt
Dunkelheit die von Trauer zeugt
keine Hoffnung in sich finden
keine Zukunft an sich binden
und alles Leben leise stirbt

Hoffnungslose, abgestumpfte Trostlosigkeit
Lichtstrahlen des Herzens im Trauer der Zeit
Resignation und Frustration machten sich breit
taube und blinde Unendlichkeit
das Leben mit sich nimmt

| Morgan MacAilis |


DUNKLE SCHATTEN

dunkle schatten halten mich gefangen
keinen weg ins licht zu gelangen
schmerzen, kälte wallen in mir
umklammern mich mit eisernen pranken
halten mich fest, binden mich hier
verwirren meinen gedanken

dunkle schatten löschen alles aus
verbergen den weg hier raus
ausser trauer und pein
bleibt nichts mehr zurück
das gefühl allein zu sein
verloren den letzten hauch vom glück

dunkle schatten - verschlingen das licht
dunkle schatten - verringern die sicht
dunkle schatten - den mut genommen
dunkle schatten - kein entkommen

| Morgan MacAilis |


KLEIN

Ich fühle mich klein, in mir selbst gefangen
und weiß nicht, wie soll ich daraus gelangen.
Verwirre mich selber immer mehr,
bewirke, dass ich mich fühle einsam und leer.
Dabei ist es doch gar nicht so,
ich bin doch eigentlich recht froh.
Habe Freunde, bin nicht allein,
warum muss ich dann so traurig sein?
Ich kann das alles nicht verstehen,
warum kann ich nicht einfach nach vorne sehen.
Ich weiß nicht, was ich eigentlich vom Leben erwarte,
worauf ich hoffe, worauf ich warte,
aber ich weiß, da ist noch was,
auch wenn ich nicht weiß, was ist denn das!
Meine Gedanken verirren sich im Labyrinth,
machen mich schwach wie ein kleines Kind.
Fühle ich mich denn nur so allein,
oder wird es auch so bei anderen sein?
Ich habe so viele Fragen,
doch niemand kann mir die Antworten sagen.

| Morgan MacAilis |


SCHEMEN

Dunkle Schemen umgeben mich,
greifen nach mir, quälen mich,
es scheint kein Entkommen zu geben,
wohin ich auch gehe,
sie scheinen durch mich hindurch zu schweben,
wohin ich auch gehe,
sie füllen mich aus, erdrücken mein Denken,
möchte ihnen zwar keine Beachtung schenken,
doch ich kann mich nicht wehren,
und bald erlahmt mein Aufbegehren.
Ich lass es zu, lasse es geschehen,
denn ich kann keinen anderen Ausweg sehen.
Nun ergreifen sie mein Wesen, mein Herz,
und ich spüre bittersüssen Schmerz.
Doch dann - mit einem mal - kann ich erkennen,
diese Schemen, ich kann sie benennen,
und alle Ängste weichen, verlassen mich,
denn sie heissen: ICH LIEBE DICH!

| Morgan MacAilis |


SEHNSUCHT NACH DIR

ich kann dich hören
doch ich sehe dich nicht
ich kann dich spüren
doch nicht berühren

ich sehne mich nach deiner nähe - deinen halt
will meine seele mit deiner verbinden
ohne dich bin ich leer und kalt
doch ich kann dich einfach nicht finden

jede nacht im traum suche ich dich
wander durch schattenhafte weiten
jede nacht im traum verirre ich mich
wandere durch dunkle zeiten

ich kenne weder deinen namen noch dein gesicht
doch ich weiss irgendwo da draussen bist du
in weiter ferne wie ein kleines licht
wartest du und winkst mir zu

alles verschlingende sehnsucht tief in mir
scheint mich zu betäuben - alle kraft genommen
ich weiss zusammen mit dir
werde ich endlich zur ruhe kommen

| Morgan MacAilis |


DUNKELHEIT

In der Nacht voll Dunkelheit
fuehl ich mich verloren
In der kalten Einsamkeit
alle Hoffnungen sind erfroren
Gedanken die mich ueberfallen
wandern in meinem Kopf umher
Sehnsuechte die in mir wallen
verwirren mich so sehr
Ein bittersuesses Verlangen
in meinem Koerper entfacht
tief in mir gefangen
trifft es mich mit voller Macht
Trauer die mich umhuellt
ich kann ihr nicht entkommen
Schmerz der mich ausfuellt
alle Wege sind verschwommen
All das hast du in mir erweckt
zwangst mich Schwaeche zu zeigen
meine Hand verzweifelt entgegengestreckt
hoer ich nur dein Schweigen

| Morgan MacAilis |


KREISLAUF DUNKELHEIT

kälte das herz mit eisernden griff hält
gefangen in schwarzer welt
vom schicksal auserkorn
immer wieder neugeborn
tag für tag die einsamkeit zu leben
bereit alles zu geben
doch kein weg zu finden
aus dunkelheit ans licht winden
gelernt es zu ertragen
kein hoffen wagen
kälte auf der haut
beträubend und doch vertraut
und wieder beginnen stumme zeiten
die gedanken darauf vorbereiten
einen teil der sehnsucht unterdrückend
in den tiefsten abgrund der seele schickend
neuanfang, doch nichts ist neu
dunkelheit, sie bleibt treu
will nicht weichen, will nicht gehen
sich mit licht zum wilden tanz drehen
ewiger kampf, ewig ringend
alle kraft verschlingend
gefangen in der ewigkeit
nichts was aus diesem kreislauf befreit

| Morgan MacAilis |


LASS ES ZU

der tag beginnt, erwacht zu neuem leben.
das gestern ist vorbei, doch nicht vergessen,
ich werde ihm jedoch nichts ausser erinnerung beimessen,
denn das heute hat neue chancen gegeben.

die zeit weiter fliessen lassen,
sich nicht mit nicht zu aendernen vergangenen befassen.
einen schlussstrich ziehen
heisst noch nicht gleich zu fliehen.

die sonne steigt auf, vertreibt das dunkel der nacht.
was gestern war, kann wieder geschehen,
versuchen es mit anderen augen zu sehen,
denn die fesseln der gedanken haben keine macht.

unnuetzen gedanken keinen naehrboden geben,
es ist viel zu kurz dieses leben.
es gibt wichtigeres als sich mit dingen zu befassen,
die einen auf der stelle stehen lassen.

| Morgan MacAilis |


DUNKELHEIT & SCHATTEN

in mir lodern dunkle flammen
die an der oberflaeche der oberflaechlichkeit schrammen
eine seele die in schatten lebt
schwaerze die ihr netz webt
in meinem unerfüllten herzen
sehnsucht nach namenlosen bittersuessen schmerzen

melancholie tief in mir verborgen
mit ungeweinten traenen vereint
erwacht wenn die sonne sich zu ruhe legt
denkt nicht an den kommenden morgen
wenn diese wieder scheint
und einen teil meiner seele wegfegt

in mir leben dunkle gedanken
die niederreissen die menschlichen schranken
eine seele die in gefangenschaft lebt
schwaerze die sich erhebt
in meinem unerfüllten herzen
sehnsucht nach befreienden schmerzen

traurigkeit in mir fliesst
mit unbestimmten fragen vereint
erwacht wenn die dunkelheit ihr lied singt
und mich in die arme schliesst
wenn der stille mond von neuem scheint
und mir einen teil meiner seele zurueckbringt

| Morgan MacAilis |


GEWECKT

ganz still und heimlich eingeschlichen
unbemerkt, doch unaufhaltsam
schweigsam
mit sanfter gewalt ins innere gedrängt
mauern überwunden, ihnen keine beachtung geschenkt
dunkle schatten deinem lächeln gewichen

schmelzende kälte, gefühl erwacht
hauch einer erinnerung
berührung
aus längst vergangener zeit
erweckt durch deine zärtliche heiterkeit
deine umarmung hat neues leben entfacht

| Morgan MacAilis |


NICHTS

ich weiss was ich fühlen müsste
aber ich fühle es nicht
ich kann die gefühle zwar abrufen
aber ich empfinde sie nicht
ich kann die gefühle zwar leben
aber ich spüre sie nicht
ich weiss was ich empfinden müsste
aber ich empfinde es nicht
ich weiss, es wird von mir erwartet zu fühlen
und doch weiss ich nicht wie
ich kann gefühle sehen
ich kann sie bei anderen verstehen
sie berühren mich auch
aber es sind nicht meine
ich fühle nichts
und kann nichts dran ändern

| Morgan MacAilis |


ERWACHT

vor langer zeit einen weg gewählt
entscheidung aus selbstschutz getroffen
vieles was einen traurig stimmt, quält
und immer wieder zerstörtes hoffen

vor langer zeit mauern erbaut
zu oft tief verletzt, tränen unterdrückt
verschlossen, niemand vertraut
gefühle in weite ferne gerückt

dann plötzlich ein wärmendes licht
ein leuchten, welches mein herz berührt
und nach und nach die mauer zerbricht
meine kalte seele wird ins warme geführt

neues vertrauen, ganz zart erwacht
vorsichtig schritt für schritt entgegen gehen
neue hoffnung im herzen lacht
schweigend in die andere seele sehen

und verstehen....

| Morgan MacAilis |


KÄLTE ÜBERWINDEN

kälte breitet sich aus, das denken fällt schwer
blutendes herz, es fühlt sich so leer
kann nichts empfinden, nichts mehr geben
verspürt nur noch einen hauch von restleben
hoffnung war nur ein böser scherz
der trügerisch umspannte das herz
ein schöngesponnener traum, nicht real
der überdeckt die innere einsamkeit, die innere qual
keine chance dem schicksal zu entkommen
die luft zum leben genommen

nun muss man sich öffnen, sich selber sehen
bereit sein den weg zu gehen
aus der dunkelheit herraus, stück für stück
ins leben zurück
man muss erkennen und begreifen
dieser weg war nötig um zu reifen
um sich zu verlieren und wieder zu finden
um sich gestärkt aus der asche seiner überreste zu winden
man muss sich vor augen führen
schmerz kann hoffnung berühren
neue kraft schenken
erweitern das denken
wenn man sich nicht in ihm vergräbt
sondern mit ihm weiterlebt
ihn akzeptiert, sich nicht von ihm überrollen lässt
dann gibt er dir stärke, hält dich nicht in dunkelheit fest

| Morgan MacAilis |


NEUER BLICK

wir haben einen punkt erreicht
der dem ende gleicht
nun liegt es allein in unsrer hand neue wege zu gehen
neue hoffnung zu sähen
wir müssen unseren blick neu ausrichten
unseren hass und unsere wut schlichten
einander die hände reichen
setzen neue zeichen
unsere gefühle niederlegen
aufeinander zu streben
gemeinsam etwas neues aufbauen
nicht auf vergangenes schauen
es gibt viele hürden zu überwinden
und es wird bestimmt auch oft die hoffnung schwinden
doch wenn wir jetzt so weiter leben
wird es kein morgen geben
wir werden unaufhaltsam den abgrund entgegenrennen
und unser hass alles niedenbrennen

| Morgan MacAilis |


SEH!

deine augen schweigen, erzählen mir nichts mehr
deine worte, inhaltlos und leer
ihr klang tonlos, ohne leidenschaft
deine umarmung, lieblos, ohne kraft
ich kann es erkennen, doch du willst es nicht sehen
unser zauber blieb auf halben wege stehen
längst verblasst jene magie, jenes gefühl
welches uns füreinander einzigartig machte
nur die erinnerung daran lebt weiter, ganz sachte
das was blieb ist leblos und kühl
wir sind auf der strecke geblieben
ich weiss nicht mal mehr ob wir uns überhaupt noch lieben
ich kann dir nichts mehr geben, was dein herz berührt
nichts was an deiner seele rührt
vor uns liegen schatten, die keinen weg zeigen
alles was bleibt ist schweigen
bitte öffne deine augen, du musst es doch sehn
bitte öffne deine ohren, du musst es doch verstehn
bitte öffne dein herz, du musst es doch spüren
bitte öffne dich, es muss dich doch berühren

| Morgan MacAilis |


NOCH WEIT

so viele schritte bin ich gegangen
so viele tage sind vergangen
und doch scheint mir alles noch so nah
in mir verborgen, alles noch da
mein weg führt mich weiter, immer voran
auch wenn mein verstand es noch nicht kann
weiss ich doch, ich darf nicht verweilen
denn so werden meine wunden niemals heilen
noch klammer ich mich an die tage voll glück
denke mit tränenden auge an sie zurück
noch schmerzt der gedanke an sie sehr
und der weg vor mir liegt öde und leer
doch jeder schritt, so schwer er mir auch fällt
trägt mich hinaus in eine unbekannte welt
in der viel neues zu finden ist
und du nur noch eine verblassende erinnerung bist

| Morgan MacAilis |


KRIEGSIRONIE

Ein Tag neigt sich dem Ende zu,
doch meine Gedanken kommen nicht zur Ruh.
So viele, die ich nicht verstehe,
So vieles, was ich anders sehe.

Wo ist die Menschheit nur angelangt,
jeder nur noch um sein Leben bangt.
Was wollt ihr erreichen mit Waffengewalt,
die andere Menschen in Stücke knallt?
Gegenseitiges morden und töten
wird den Himmel blutig röten,
aber nichts wird dadurch gewonnen.
Im Gegenteil, es wird die Chance genommen,
seinen Frieden zu finden,
sein Herz an etwas anderen als an Wut zu binden.

Morden um Frieden zu schaffen ist immer noch Mord,
und kann dieser wachsen an einen Ort,
an dem die Unschuld wurde besiegt,
die Mutter ihr totes Kind im Arme wiegt?

Wollt ihr euch alle Mörder nennen?
Dann mögen eure Herzen auf ewig brennen
und ihr niemals zur Ruhe kommen.
Weil ihr anderen habt die Chance genommen,
einen anderen Weg als euren zu wählen,
ihr seit die Menschen, die andere quälen.

Unter den Mantel des Friedenschaffen
ruft ihr zu den Waffen!
Und ihr wollt keine Mörder sein?
Über diese Lüge kann ich nur wein'.

| Morgan MacAilis |


DEINE LIEBE

In dunkler Nacht warst du mein Licht,
hast mir neuen Mut gegeben,
am Anfang traute ich mich nicht,
doch jetzt will ich mit Dir leben....

Du hältst mich fest, Du gibst mir Kraft,
neue Wege zu gehen,
durch Dich habe ich vieles geschafft,
ich kann jetzt nach vorne sehen....

Mein Herz hast Du ganz sanft berührt,
erwecktest mich aus meinen Schlaf,
hast mich mit Zartheit geführt,
ich bin froh, dass ich Dich traf....

Deine Nähe macht mich trunken,
ich will immer bei Dir sein,
in Deinen Augen tief versunken,
ich fühle mich nicht mehr allein....

| Morgan MacAilis |


REGEN

der regen benetzt meine haut,
er ist kalt und doch so vertraut,
alles andere erscheint mir fremd und verkehrt,
meine realität völlig verzerrt.
deine worte verletzen mein herz,
in mir wächst ein unbeschreiblicher schmerz.
du dachtest, ich würde nichts empfinden,
wollte mich an keine gefühle binden.
du dachtest, ich würde dich nicht verstehen,
würde deine träume und hoffnung nicht sehen.
du dachtest, ich könnte mich nicht einlassen auf dich,
wäre oberflächlich, sehe nur mich.
du dachtest, nichts würde mich berühren,
mein herz wäre kalt und würde nichts spüren.
bei all dem hast du daneben gelegen
und nun stehen wir hier im regen
und seine tropfen bedecken mein gesicht,
darum siehst du meine tränen nicht.
die erkenntnis trifft mich mit voller macht,
du hast dir von mir ein falsches bild gemacht.
stumm senke ich meinen blick, meine lippen schweigen,
ich sollte dir nun meinen kummer zeigen,
doch etwas tief in mir ist zerbrochen,
trauer in meiner seele hochgekrochen.
wie kann man sich nah sein und doch so fern?
ich dachte wir beide haben uns gern,
verstehen uns ohne viel zu sagen,
liebten uns, wenn wir in den armen des anderen lagen.
mir fehlen die worte, ich drehe mich um,
es tut weh, bin verwirrt und bleibe doch stumm.
vor ein paar minuten strahle ich noch vor glück,
doch nun hält kein wort, keine geste von dir mich zurück.

| Morgan MacAilis |


NEUGEBOREN

ein traum neu geboren
sehnsucht wieder erwacht
vom sternenlicht auserkoren
gefühl in tiefster nacht

hände die berühren
nähe spüren
halt geben
herzen zueinander streben

im meer ungeweinter tränen treiben
ohne worte verstehen
inneres schmerzen sehen
körper aneinander reiben

alles ausfüllendes schweigen
lächelnder blick
wege zeigen
es gibt kein zurück

von seifenblasen umgeben
träume schweben
herzschlag spüren
gefühle berühren

magischer traum
von neuem geboren
nie mehr verloren
für ängste keinen raum

| Morgan MacAilis |


WEGSCHWEIGEN

du hast dich entschlossen deinen eigenen weg zu gehen
dabei hast du nur eins übersehen
woher soll ich wissen das es so ist
wenn du alles in dich reinfrisst
mich von nichts in kenntniss setzt
und mich damit verletzt
wie in einem buch, so muss ich in dir lesen
erahnen dein sich änderndes wesen
du bist verwirrt
nur auf dich fixiert
da spricht ja auch nichts gegen
nur bedenke, du musst deine gedanken in worte legen
damit ich weiss was hier vor sich geht
wie es um dich steht
du sollst dein schweigen brechen
mit mir über deine gedanken sprechen
dann nur kann ich drauf eingehen
dich verstehen
dann erst kann ich meinen eigenen weg wählen
und muss mich nicht mit ungewissheit quälen

| Morgan MacAilis |


CHAOS

Leuchtender Mond hochoben am Himmelszelt
strahlst Nacht für Nacht auf unsere kalte Welt
Schaust herab auf unser Tun und Handeln
siehst wie unmenschlich wir auf Erden wandeln
Wir schaufeln uns unser eigenes Grab
zerstören alles was man uns gab
Wir lieben nicht, wir hassen
und trennen alles nach Klassen
Wir schauen nicht in unsere Herzen
sondern verbreiten lieber Kummer und Schmerzen
Wir wollen immer mehr Macht und Geld
und denken dabei nicht an unser Umfeld
Wer schwächer ist der wird getreten
er soll kämpfen und nicht beten
Man muss hart sein und betrügen
man kann alles erreichen mit Lügen
Doch was wenn es so weiter geht
wenn nicht jemand Liebe säht?
Wollen wir unseren Kindern weitergeben
eine Welt in der man kann bald nicht mehr leben?
Müssen wir nicht unsere Ansicht ändern
und im Frieden leben mit anderen Ländern?
Unser Umfeld besser behandeln
und Kälte in Liebe verwandeln?
Der Natur und den Tieren respekt erweisen
und nicht auf ihre Kosten unseren Wohlstand preisen?
Leuchtender Mond hochoben am Himmelszelt
strahlst Nacht für Nacht auf unsere kalte Welt
Siehst herab mit stummen Schweigen
und hoffst dass die Menschen lernen ihre Liebe zu zeigen

| Morgan MacAilis |


SEI DU SELBST

du hast nie gelernt du selbst zu sein,
hast zu viel angst dein inneres zu zeigen
hast kein selbstvertrauen, fühlst dich wertlos, und innerlich allein
hast nur gelernt über deine ängste und gefühle zu schweigen
und um des anderen liebe zu erlangen
um ein bisschen wärme zu bekommen
um in ihr herz zu gelangen
hast du ihr wesen vernommen
es zu deinem gemacht, dich total angepasst
dadurch legst du auf ihre schultern eine bleischwere last

schon mal dran gedacht wie verletzend und erdrückend dein verhalten ist?
wie viel du damit von anderen menschen abverlangst?
dass dein eigenes wesen dabei auf der strecke geblieben ist?
dass du fast nur noch bestehst aus kopie und angst?
wie soll man so dauerhaft an deiner seite verweilen?
wie eine gemeinsame basis erschaffen?
wie seine eigenen ängste und schwächen mit dir teilen
wenn hinter deinen mauern nur in dunkelheit getauchte abgründe klaffen
und nicht ein hauch von dir selber zu erahnen ist?
weisst du eigentlich wer du selber bist?

ich war nicht stark genug um für dich zu leben
um in deiner dunkelheit auf der suche nach dir herumzuirren
nicht stark genug um dich dir selber zurück zugeben
zu gross war die angst mich selber dabei zu verlieren
aus deinem innern kein zurück zu finden
denn du wärst nicht in der lage gewesen mir dort ein halt zu sein
konntest deine innere barriere nie selber überwinden
ich wäre dann verloren in dir allein

| Morgan MacAilis |


KEINE KRAFT

hab keine kraft jeden tag von neuem zu beginnen
sekunden vergehen, stunden verrinnen
inhaltlose gedanken werfen schatten auf's herz
kreislauf meiner selbst, endloser schmerz
ich möchte mich fallen lassen, vergessen finden
mich nicht weiter an vergangenen binden
lähmende kälte blendet alles aus, aber bringt kein vergessen
tausend gefühle, die alles auffressen
quälenden schatten wollen nicht weichen
im kopf gedankenleichen
all dies ist das, was mich ausmacht
was in mir weint, was in mir lacht
ich kann's verstehen
kann's sehen
aber nicht weiter gehen
es ist wie ein spiel ohne ziel
und es kostet mich viel

| Morgan MacAilis |


AUSZEIT

immer wieder tust du mir mit worten weh, oder auch mit schweigen
ich weiss nicht wie ich's erklären soll und dir meinen schmerz zeigen
egal was ich sage, jedes wort wird mir im mund herum gedreht
und während die zeit langsam vergeht
wächst in mir ein gefühl der hilflossigkeit
legt sich auf mein herz lähmende dunkelheit
ich kann der situation nicht entgleiten
nicht in hellere ebenen schreiten
all das kannst du nicht spüren, nicht verstehen
du siehst nur dich, mich willst du nicht sehen
ich will dir nichts böses, bin nicht dein feind
auch wenn es dir vielleicht so erscheint
ich glaub der kontakt zu dir ist zur zeit nicht gut
denn in mir entsteht unbändige wut
und bevor wir beide uns ernsthaft verletzen
werde ich ne runde in dieser freundschaft aussetzen
dein schweigen und deine blindheit tut mir weh
davor will ich mich schützen und geh

| Morgan MacAilis |


BEFREIENDE EINSAMKEIT

sanfte klänge umgeben mich, hüllen mich ein,
ansonsten herrscht stille, ich fühl mich einsam, allein,
doch es ist kein schlimmes gefühl, es gibt mir stärke, kraft und mut
und ich weiss, nun wird alles gut
fühle mich frei, komm endlich zur ruh, bin dabei mich selbst zu finden,
nicht an oberflächlichkeit und vergängliches binden,
still stehen, den augenblick erleben, nicht zurückblicken,
einfach nur vergessen und den geist auf reisen schicken,
zu geheimen welten, weit in die ferne, an unbekannte orte,
zu fremden galaxien, wo nicht zählen taten und auch keine worte,
wo andere menschen nur als schattenhafte wesen bestehen,
die ich nicht mal kann wirklich sehen,
schweigen, ruhe, nur die klänge die mich umgeben,
im einklang mit meinen gefühlen schweben,
hoch hinaus und kein zurück,
und in einsamkeit finden das ultimative glück....

| Morgan MacAilis |


WEGE

mein leben liess mich viele wege entlang schreiten
mal durch glückliche, mal durch traurige zeiten
einige gingen herauf, einige herab
manche brachen sogar plötzlich ab
sie waren gerade, schief und krumm
einige führten meinen weg im kreis herum
viele gabelungen, wege verschwungen
und doch ist es gelungen
hier und jetzt zu stehen
und voller erinnerung zurück zu sehen
nun ist die zeit einer pause gekommen
denn der weite weg hat mir die puste genommen
aber noch ist er nicht zuende gegangen
es braucht noch etwas zeit um ans ziel zu gelangen
müde bette ich mich am wegesrand
unter meinem schweren kopf die zitternde hand
ein kleines bisschen nur hier verweilen
meine wunden füsse heilen
ein kleines bisschen in stiller ruh
denke ich und mach meine augen zu

| Morgan MacAilis |


ALS DIE SONNE VERSANK

hoffnung der erlöschenden sonne

die sonne sich taurig ins meer herabsenkt
ihre tränen dem schweigen des ozeans schenkt
die hoffung erlosch im abendrot
und alles aus den angeln zu gleiten droht
menschen voller angst und resignation
ohne träume, alles verschlingende frustration

das ende hat begonnen
doch keiner will es sehen
zu viel zeit ist verronnen
alles scheint still zu stehen

die sonne kraftlos ihr leben aushaucht
dämmerung des nichts auftaucht
und auch den letzten rest von licht verschlingt
wenn nicht ein letzter versuch gelingt
nicht einer wagt dagegen aufzubegehren
mit der kraft der liebe sich zu wehren

das ende war da
als die sonne ins meer versank
und keiner mehr sah
wie jedes leben mit ihr ertrank

| Morgan MacAilis |


ANGST

Viele verschiedene Gefühle unter der Haut
schön, verwirrend, unbekannt und vertraut
Vieles unterdrückt vor langer Zeit
neu erweckt, macht sich breit
durchreist meine Gedanken
erklimmt meine Schranken
lässt mich erzittern und beben
will zum Himmel schweben
So vieles, unterdrückt, eingesperrt
aus der Dunkelheit ins Licht gezerrt
umfliesst mein Herz
lässt herein Angst und Schmerz
lässt mich neue Mauern bauen
fasst kein Vertrauen

| Morgan MacAilis |


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